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Dekowaffen aus dem 2. Weltkrieg – Fakten, Infos , Kaufen

Modellwaffen, auch Dekowaffen oder „Modelguns“ genannt, dienen ausschließlich ästhetischen Zwecken. Das bedeutet, dass Dekowaffen ihrem echten Vorbild im Idealfall zwar äußerlich bis ins kleinste Detail ähneln, jedoch keine echten Projektile abfeuern können. Ihre Form, ihr Gewicht und sogar die verwendeten Materialien können dabei originalgetreu sein, dies ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Immer wieder wird der Umbau von Dekowaffen versucht, um sie zu schussfähig Waffen zu machen.

Der Fokus liegt grundsätzlich auf der Optik. Modell- bzw. Dekowaffen aus dem 2ten Weltkrieg werden in der Regel im gängigen 1:1 Maßstab hergestellt und orientieren sich dabei an den exakten Maßen der nachgebildeten Waffe. Möglich ist auch der Umbau einer zuvor funktionstüchtigen Waffe zu einer Dekowaffe. Dieser kann beispielsweise durch Zerstörung oder Entfernung von technisch zwingend notwendigen Teilen wie etwa dem Schlagbolzen geschehen. Hier gelten allerdings strenge rechtliche Vorschriften, die von Land zu Land variieren können. In jedem Fall muss eine umgebaute Waffe jedoch schussunfähig sein. Mehr zum Thema legale Waffen finden Sie hier.

Modellwaffen sind in der Lage, die Funktionen einer realen Waffe zu simulieren.

Hier lassen sich zwei unterschiedliche Typen nach ihren jeweiligen Schusssimulationseigenschaften unterscheiden:

 

  • 1. Rückstoßsimulierende Modelle („Blowback“-Varianten)
  • 2. Modelle mit Anscheinpatronen („Dummys“)

Modellwaffen der „Blowback“-Variante arbeiten mit einem simulierten Rückstoß. Dieser wird durch eine Patrone gefüllt mit explosivem Pulver (Ladekatusche) erzeugt. Dummypatronen sind optisch dem realen Vorbild nachempfunden, haben selbst jedoch keine Funktion.

Beliebte Dekowaffen aus dem 2. Weltkrieg

Im Folgenden stellen wir Ihnen vier unterschiedliche Waffentypen vor, die unter anderem von den Soldaten im Zweiten Weltkrieg genutzt wurden. Dazu haben wir für Sie einige historische Daten zusammengetragen und die wichtigsten Besonderheiten der einzelnen Waffentypen zusammengefasst. So können Sie beim Kauf der entsprechenden Dekowaffen aus dem zweiten Weltkrieg auf besonders relevante Merkmale wie die exakten Maße und das Gewicht achten und die authentische Darstellung überprüfen.


Deutsche MP 40

Die von Heinrich Vollmer entwickelte Maschinenpistole 40 wurde im Zeitraum von 1940-1944 produziert und galt im Zweiten Weltkrieg als Standardpistole der deutschen Wehrmacht. Sie ist die Weiterentwicklung der MP38 (1938) und basiert damit auf der Konstruktion der MP36 von Hugo Schmeisser. Eine Besonderheit der Konstruktion ist die einklappbare Schulterstütze und der kleine Vorsprung („Nase“) am Lauf, der zur Stabilisation auf Auflagekanten oder Schießscharten dient.

Die MP 40 verschießt Patronen des Kalibers 9mm Parabellum und wird in der Regel mit einem 32er Stangenmagazin geladen. Technisch handelt es sich dabei um einen Rückstoßlader mit Feder-Masse-Verschluss, der ausschließlich Dauerfeuer schießen kann. Die Waffe kommt auf eine Gesamtlänge von 832mm bei ausgeklappter und 629mm bei eingeklappter Schulterstütze und wiegt ungeladen 3,97 kg. Die reine Lauflänge beträgt 251mm. Die MP 40 ist eine der beliebtesten Dekowaffen aus dem 2. Weltkrieg.


Mauser Modell 98

Dieses Gewehr mit dem Mauser System 98 ist eines der am meisten produzierten Waffen-Verschlusssysteme weltweit. Es wurde von 1898 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 hergestellt und unter der Bezeichnung K98k (Kurzform für Karabiner 98 kurz) auch von der deutschen Wehrmacht verwendet. Dabei handelte es sich um eine Version mit verkürztem Lauf, den sogenannten „Karabiner“.

Der Lauf dieser Gewehre war 600mm lang, während die Gesamtlänge der Waffe weitestgehend gleichblieb. Noch heute verwenden einige Jäger das Modell 98k als Jagdgewehr. Zu seinen Besonderheiten gehört sein Repetiersystem, der gebogene Kammerstengel und ein Schiebevisier. Das K98k hat eine Gesamtlänge von 1110mm, 500mm davon beansprucht das Visier. Es wiegt 3,7 kg und fasst 5 Patronen, die Munitionszufuhr erfolgt durch Ladestreifen.


Pistole Luger P08 – Parabellumpistole

Der außergewöhnlich klingende Name dieser Pistole stammt vom lateinischen Spruch „si vis pacem para bellum“ (wenn du Frieden willst, bereite Dich auf den Krieg vor“) ab. Sie gehörte ab 1908 zur Standardausrüstung („Ordonnanzwaffe“) der Soldaten des Deutschen Reichs. Angelehnt an den Namen ihres Entwicklers, Georg Luger, nennt man diese Selbstladepistole auch „Luger“. Im Zweiten Weltkrieg kam die Parabellumpistole anfangs als Standardwaffe zum Einsatz, wurde aber ab 1938 nach und nach von der Walther P38 abgelöst. Beide Modelle gibt es als Dekowaffen zu kaufen.

Bei dieser Pistole unterscheidet man zwischen dem „alten Modell“ (erste serienmäßige Parabellumpistole) und dem „neuen Modell“. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg kam das neue Modell zum Einsatz. Wichtige Unterschiede waren beispielsweise die nun vorhandene Ladezustandsanzeige, die in den Auszieher integriert wurde, der Ersatz der Blattfeder durch eine Schraubenfeder und der Verzicht auf eine Kniegelenksperre. Die Parabellum-Pistole ist insgesamt 233mm Lang, wovon 102mm auf den Lauf entfallen. Sie fasst 8 Patronen mit dem Kaliber 9mm und wird als Rückstoßlader klassifiziert. Ungeladen wiegt sie 930g, geladen schießt man mit ihr Einzelfeuer.


Thompson-Maschinenpistole

Bei der sogenannten „Tommy Gun“ handelt es sich um eine US-amerikanische Maschinenpistole (Original: Thompson Submachine Gun), die nach ihrem Entwickler John Taliaferro Thompson benannt wurde. Sie wurde von 1921-1944 hergestellt und kam im Zweiten Weltkrieg vor allem auf Seiten der alliierten Streitkräfte zur Anwendung. Aber auch die deutsche Wehrmacht setzte die Thompson-Maschinenpistole ebenfalls als Beutefeuerwaffe ein.

Dabei wurde die Waffe stetig weiterentwickelt und kam in drei Modellversionen zum Einsatz:

  1. Thompson Cal. .45 Submachine Gun (M1928A1)
  2. Cal. .45 Submachine Gun M1
  3. Cal. .45 Submachine Gun M1A1

Mit jeder neuen Überarbeitung wurde die Waffe vereinfacht. Die Thompson ist unter Sammler begehrt und ist oft als Dekowaffe aus dem 2. Weltkrieg zu finden. Zunächst wurde die Mündungsbremse am Lauf entfernt und man verzichtete auf ein verstellbares Visier sowie Kühlungsrippen. Beim Modell M1 tauschte man den verzögerten Masseverschluss gegen einen regulären Masseverschluss aus und sorgte für eine feste Verbindung vom zuvor abnehmbaren Kolben mit dem unteren Rahmen. Das Trommelmagazin wurde durch ein Stangenmagazin ersetzt. Bei der M1 A1 wurde der vorher bewegliche Zündstift entfernt und stattdessen ein kleiner Vorsprung am Verschlussstoßboden angebracht.

Die „Tommy Gun“ hat eine Gesamtlänge von 852mm und wiegt ungeladen 4,9kg. Die reine Lauflänge beträgt 267mm, das .45 Kaliber und die mögliche Magazinfüllung liegt je nach Modell zwischen 20 und 100. Es kann zwischen Dauer- und Einzelfeuer variiert werden.